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Kriegskinder - Wissen statt Waffen

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Beatrice Amony

Beatrice Amony

Mit 30 Jahren erlitt Beatrice Amony aus Gulu in Norduganda einen Schlaganfall. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich in den ersten Schwangerschaftswochen mit ihrem ersten Kind. Seither sind 2 Jahre vergangen.

Obwohl in Uganda alle Anstrengungen unternommen wurden, um die junge Frau zu rehabilitieren und die Folgen des Schlaganfalls zu mindern, kann Beatrice nach wie vor kaum sprechen, nur sehr schlecht laufen und ihre rechte Körperhälfte ist weiterhin spastisch gelähmt. Seit längerem lebt Beatrice nun schon, von der Außenwelt so gut wie abgeschottet, bei ihrer Großmutter auf dem Land in der Nähe von Gulu, der Hauptstadt Nordugandas. Sie hat keinen Zugang zu Post, geschweige denn Zugriff auf Telefon oder Internet. Obwohl die Großmutter sich aufopfernd um Beatrice und ihren gesund zur Welt gekommenen Sohn Emmanuel kümmert, kann sich Beatrices Zustand in diesem Umfeld nur unzureichend weiter verbessern.

Doch Beatrice Amony ist nicht nur eine Schlaganfallpatientin, die es aufgrund ihres schweren Schicksalsschlags verdient hat, therapiert zu werden, sondern Beatrice Amony ist jemand, der in seinem jungen Leben bereits einiges geleistet hat: Teilweise aufgewachsen im kriegsgebeutelten Norduganda setzt sie sich bereits seit ihrer Schulzeit für Gewaltlosigkeit und Versöhnung in Uganda ein. Sie organisierte Friedens- und Gewaltlosigkeitsworkshops und machte im In- und Ausland auf die Situation in ihrer Heimat Norduganda aufmerksam. Sie arbeitete in verschiedenen Friedensorganisationen mit und bemühte sich besonders um die Wiedereingliederung ehemaliger Kindersoldaten in ihrer Heimat.

Die Kriegskinderstiftung wurde im Mai 2010 erstmalig auf Beatrice Amony aufmerksam gemacht, als diese sich gerade auf Vortragsreise in Deutschland befand und anlässlich des Gulu-Walks nach Berlin gekommen war. Beatrice war zu diesem Zeitpunkt Projektkoordinatorin der Peace & Development Foundation Africa und hatte ein ganzheitliches Konzept zur Reintegration ehemaliger Kindersoldaten erarbeitet, für dessen Umsetzung sie auf weitere finanzielle Mittel angewiesen war. Beatrices Konzept, ihre Herzlichkeit und ihr profundes Wissen überzeugten uns. Gemeinsam wollten wir Beatrices Konzept in Norduganda umsetzen.

richard  beatrice  emanuel Im August 2010 reisten wir nach Norduganda. Beatrice war zu diesem Zeitpunkt bereits erkrankt und wir konnten sie nur noch im Krankenhaus besuchen. Ihr damaliger Lebenspartner übernahm die Leitung der Peace & Development Foundation Africa und versucht seitdem nach Kräften, die ihm übertragenen Aufgaben umzusetzen. Doch ohne Beatrice fehlt das Herzstück der Organisation.

Deswegen möchten wir Beatrice Amony für einen 3-monatigen Aufenthalt nach Deutschland holen, damit sie hier therapiert werden kann. Wir wünschen uns, dass sie nach ihrem Aufenthalt in Deutschland wieder für ihre Organisation in Uganda tätig werden kann.

Verpflegung und Unterkunft sowie die logopädische Betreuung von Beatrice in Zwickau sind bereits abgesichert. Jedoch suchen wir dringend noch Physiotherapeuten, die sich vorstellen könnten, Beatrice unentgeltlich bzw. gegen eine geringe Aufwandsentschädigung (Fahrtkostenerstattung etc.) zu therapieren. Auch eine Rehaklinik ist noch nicht gefunden. Besonders problematisch ist, dass alle Therapien in Englisch stattfinden müssen, denn Beatrice spricht und versteht KEIN Deutsch.


Ihre Mithilfe ist deshalb dringend gefragt! Treten sie mit uns in Kontakt!